veränderungen // stefan lakenbrink

 

Ausstellung vom 8. Januar bis zum 3. Februar 2017 im Schlorrendorfer

Ausstellung vom 23. März bis 15. Mai 2017 im Seniorenstift Schmargendorf

 

 

Idee

Aus Anlass des Mauerfalls vor 25 Jahren schien es an der Zeit, sich die Veränderungen seit diesem historischen Ereignis vor Augen zu führen. Kein Ort ist dazu geeigneter als Berlin – ehemals Schnittstelle zwischen Ost- und Westdeutschland und Grenzstadt in mehrerer Hinsicht.

 

Konzept

Zur Darstellung dieser Entwicklung wurde jeweils ein Bild aus der Zeit rund um den Mauerfall mit einer aktuellen Aufnahme ergänzt. Dabei sollten der Standort des Fotografen und der Bildausschnitt sowie die Perspektive identisch sein. Inhaltlich ging es nicht nur um das „Nachfahren“ des ehemaligen Grenzstreifens. Vielmehr bestand das Ziel, Berlin möglichst vielfältig sowohl bei den Orten als auch der Thematik zu erfassen.

In der Ausstellung sind beide Bilder untereinander angeordnet, wodurch ein direkter Vergleich möglich ist.

 

Realisierung

Nach Sichtung des gesamten „Berlin-Materials“ wurden mehrere Hundert Dias ausgewählt und digitalisiert. Dabei kamen Fotos von 1988 noch bis Mitte der 90er Jahre, als der Reichstag verhüllt wurde, in die Auswahl.

Mit teils historischem (Karten-)Material und anhand alter Notizen wurde versucht, die damaligen Standorte ausfindig zu machen. Aufgrund der regen Abriss- und Bautätigkeit, gerade in der Berliner Innenstadt und dem nahezu „rückstandsfreien“ Abriss der Mauer gestaltete sich die Recherche nicht immer einfach.

Im Verlauf von insgesamt drei Berlin-Besuchen des Jahres 2013 und bei Nachholterminen Ende 2016 zeigte sich bei der Spurensuche vor Ort, dass einige Motive nicht mehr reproduzierbar waren. Es standen inzwischen Gebäude „am Platz“ oder landschaftliche Veränderungen machten eine Neuaufnahme unmöglich. Auch sind einige der neuen Aufnahmen, obwohl ein Zeitdokument, aus fotografischer Sicht wenig schön.

 

Beispiele

 

Moltkebrücke (Okt 1988)

Die Moltkebrücke überspannt die Spree und verbindet Moabit mit dem Tiergarten. Im Oktober 1988 befand sich der Spreebogen unmittelbar am Grenzverlauf des Humboldthafens und war daher als Gewässer nahezu still gelegt. Im Hintergrund ist das Carillon zu erkennen.

Heute findet reger Ausflugsverkehr auf der Spree statt. Im Spreebogen sind die Ausläufer des „Band des Bundes“ hinter dem Kanzleramt zu erkennen, vom Glockenturm ist nur noch die Spitze zu sehen.

 

Marx-Engels-Forum und Palast der Republik (Dez 1994)

Das Marx-Engels-Forum schließt den Alexanderplatz zur Spree ab. Die Platzanlage mit den beiden überlebensgroßen Bronzefiguren von Karl Marx (sitzend) und Friedrich Engels wurde erst 1986 eingeweiht und befand sich damals in einer zentralen Blickbeziehung zwischen dem Fernsehturm am Alexanderplatz und dem Palast der Republik. Dieser war in der DDR Sitz der Volkskammer und wurde 1990 aufgrund erheblicher Asbestverunreinigung geschlossen. Die Sanierung erfolgte ab 1998, von 2006 bis 2008 wurde „Erichs Lampenladen“ schließlich abgerissen.

Die beiden Figuren sind 2014 seitlich auf der Platzfläche versetzt worden. Damit wurde Raum für die Baustelle zur Verlängerung der U5 vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz geschaffen. Mit dieser Verlagerung war auch ein „Richtungswechsel“ der beiden Vaterfiguren des Sozialismus’ verbunden. Marx und Engels schauen jetzt nicht mehr zum Fernsehturm sondern symbolträchtig (?) auf den Neubau des Humboldtforums am (heutigen) Schlossplatz (siehe KW39/40).

 

Ausstellungseröffnung 8. Januar 2017 12:00 h

Ausstellung vom 8. Januar bis zum 3. Februar 2017

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